Beeindruckendes Weihnachtskonzert voller Glockenklänge, klanglicher Vielfalt und innovativer Akzente
18. Dezember 2025
"Süßer die Glocken nie klingen": Das Motiv der Glocken klang beim diesjährigen Weihnachtskonzert - musikalischer Abschluss im Jahreskalender des Gabrieli-Gymnasiums - immer wieder hervor, nicht nur im Titel der Stücke, sondern v. a. auch in der Auswahl der Instrumente.
Die 280 jungen Musikerinnen und Musiker von der 5. bis 13. Klasse und ihre Ensembleleiter präsentierten sich nicht nur durchweg auf einem Niveau, das weit über den Schulrahmen hinauswies, sondern überraschten das Publikum auch mit neuen Inszenierungsideen.
Tief beeindruckt und berührte von der musikalischen Vielfalt, der Leidenschaft und herausragenden Qualität des Spiels der jungen Musikerinnen und Musiker dankte das Publikum mit nicht enden wollendem Applaus und Standing Ovations!
(Vollständiger Bericht am Ende der Seite)
Bei gemeinsamen Schlusslied "Süßer die Glocken nie klingen" spielten und sangen Sinfonisches Blasorchester und Großer Chor zusammen mit dem Publikum.
Im Anschluss an ein Stück des Jugendorchester unter der Leitung von Erika Brosinger...
... begrüßte Schulleiter Christof Neumayr die Gäste in der an beiden Abend voll besetzten Aula des GG.
Hannah Brandl dirigierte den Jugendchor der Schülerinnen und Schüler der 5. bis 8. Klassen, ...
... unter anderem begleitet durch Querflöten und Klavier.
Das Jugendblasorchester unter der Leitung von Roland Albrecht spielte sowohl eigene Stücke als auch zusammen mit dem Jugendorchester.
Die A-Cappella-Gruppe sang in einem Arrangement von Titus Taubald (11a) "Have Yourself A Merry Little Christmas":
Die Bigband unter der Leitung von Uli Schiekofer swingte:
Eine "Insel der Musik" während der Umbaupause - das Harfentrio und der "Andachtsjodler" des Musik-Leistungsfachs der Q13 inmitten des Publikums - im Hintergrund ist zu hören, dass das Umbauteam der 10b emsig arbeitet::
Der Kammerchor, zunächst geleitet durch Julia Kopischke (Q13), anschließend von Christina Schiekofer:
Das Große Orchester (Leitung: Christina Schiekofer), beim ersten Stück mit Julia Kopischke (Q13) an der Solo-Violine:
Maria Breitenhuber an der Solo-Klarinette, begleitet vom Sinfonischen Blasorchester dirigiert von Dominik Harrer.
Der Große Chor (Leitung: Christine Bleitzhofer) betrat die Bühne singend:
Christine Bleitzhofer und Dominik Harrer dirigierten gemeinsame Stücke des Großen Chors und des Sinfonischen Blasorchesters simultan:
Beim gemeinsamen Schlusslied stimmte auch das Publikum mit ein:
Weihnachtskonzert des Gabrieli-Gymnasiums:
Klangliche Vielfalt und innovative Akzente
Das Weihnachtskonzert - musikalischer Abschluss im Jahreskalender des Gabrieli-Gymnasiums - präsentierte sich mit seiner klanglichen Vielfalt, der spürbaren Leidenschaft und herausragenden Qualität des Spiels der insgesamt 280 jungen Musikerinnen und Musiker von der 5. bis 13. Klasse nicht nur durchweg auf einem Niveau, das weit über den Schulrahmen hinauswies, sondern überraschte das Publikum auch mit neuen Inszenierungsideen.
Klangreisen und bildhafte Interpretationen
Unter der Leitung von Hannah Brandl (Jugendchor), Erika Brosinger (Jugendorchester) und Roland Albrecht (Jugendblasorchester) zeigten die Jahrgänge 5 bis 8 im ersten Konzertteil mit großer Spielfreude eine lebendige Mischung musikalischer Klangreisen: Von L. Mozarts „Musikalischer Schlittenfahrt“ (2. Satz) - dynamisch und mitreißend dargeboten vom Jugendorchester - über traditionelle Volksweisen und Weihnachtslieder des Jugendchors bis hin zum modernen Popsong „Snowman“ der australischen Sängerin Sia, der mit winterlichen Bildern von der Sehnsucht nach einer dauerhaften Liebe erzählt. Besonders gelungen waren auch der 1. und 8. Satz aus G. F. Händels „Wassermusik“, die gemeinsam vom Jugendorchester und den Jugendbläser dargeboten wurden.
Solistische Höhepunkte und bemerkenswerte Ensembles
Ein Gänsehautmoment gehörte vor der Pause der A-Cappella-Gruppe der Oberstufe: Arthur Schlemmer (Q12) mit klarem Tenor in der Melodieführung und seine sieben Mitsänger bewiesen bei „Have Yourself A Merry Little Christmas“ in einem Arrangement von Titus Taubald (11a) beachtliche stimmliche Reife und Harmonie.
Dass das Gabrieli-Gymnasium über herausragende Solisten verfügt, wurde zudem im zweiten Konzertteil besonders deutlich. In mitreißenden Grooves präsentierte die GG-Bigband unter der Leitung Uli Schiekofers weihnachtliche Jazz-Klassiker, bereichert durch gelungene Solo-Improvisationen.
Beeindruckend war auch das Konzert-Debüt Julia Kopischkes (Q13) am Dirigentenpult: Gekonnt führte die Oberstufenschülerin den fein abgestimmten Kammerchor durch J. Rutters gutgelauntes „Look To The Day“. Anschließend leitete Christina Schiekofer bei „Across The Vast Eternal Sky“ des Norwegers O. Gjeilo ihr Ensemble wieder selbst, die Klavierbegleitung übernahm souverän Tabea Schmidt (Q12).
Danach brillierte Julia Kopischke abermals mit technischer Reife und emotionaler Tiefe an der Solo-Violine beim berühmten E-Moll-Konzert von F. Mendelssohn-Bartholdy, einem äußerst anspruchsvollen Klassiker voller romantisch-gefühlvoller Melodien, die das Große Orchester unter der Leitung C. Schiekofers einfühlsam begleitete. Auch mit B. Smetanas berühmtestem Werk „Die Moldau“ - der Klangreise von der Quelle bis zum breiten Strom - konnte das Orchester verdient große Beifallsstürme beim Publikum ernten.
Beim zweiten großen Solo des Abends verzauberte Maria Breitenhuber (Q13) an der Klarinette mit ihrem klaren und ausdrucksvollen Ton das Publikum bei N. Rimsky-Korsakows „Konzert für Klarinette und Blasorchester“, einfühlsam und kraftvoll zugleich unterstützt vom Sinfonischen Blasorchester des GG.
Innovative Gestaltung und Dirigierkunst
Innovativ gestaltet waren die Umbaupausen, die durch „Inseln der Musik“ inmitten des Publikums gefüllt wurden: Besonders berührend das Harfentrio (Veronika Harrer (7a), Tabea Schmidt (Q12) und ihre Lehrerin Beate Fürbacher), dessen zarte Klänge von F. Carosos „Nido d’Amore“ die Zuhörer förmlich einhüllten (siehe Bild); ebenso ergreifend der „Andachtsjodler“ des Musik-Leistungsfachs der Q13 – vorweihnachtliche Momente des Innehaltens.
Äußerst bereichernd wirkte auch die neue optische und akustische Präsenz des Großen Chors. Durch eine in Stufen angelegte Vorbühne standen die Sängerinnen und Sänger direkt vor dem Orchester, als sie bei dem französischen Weihnachtslied „Noël Nouvelet“ nach dem Chorsatz J. Rutters mit Kerzen aus dem Pulikum auf die Bühne einliefen. Zu einem besonderen Genuss (wunderbar begleitet durch Manuel Schuster und Judith Laib, 10b, Klavier, Geige) wurde ein Werk der Passauer Komponistin S. Rösch, das als Auftragsarbeit für die Regensburger Domspatzen geschrieben wurde und dem das alte schlesische Weihnachtslied „O Freude über Freude“ zugrundeliegt - im Übrigen am GG die erste Aufführung außerhalb der Domspatzen!
Besonders eindrucksvoll war anschließend das Zusammenspiel des Großen Chors und des Sinfonischen Blasorchesters. Christine Bleitzhofer und Dominik Harrer dirigierten simultan, arbeiteten dabei mit kurzen Blicken und einem feinen musikalischen Gespür zusammen (siehe Bild). Dadurch entfalteten die 135 Musikerinnen und Musiker beider Ensembles beim traditionellen englischen Weihnachtslied „Ding Dong! Merrily On High“ und Harrers Komposition „Die Glocken von St. Peter“ eine klangliche Wucht, die nachhallte und das Publikum begeisterte.
Nach dem gemeinsam mit den Besuchern gesungenen Schlusslied „Süßer die Glocken nie klingen“, bei dem die Orchesterglocken sowie das Glockenspiel die weihnachtliche Freude besonders zum Ausdruck brachten, dankte das Publikum tief beeindruckt und berührt von der musikalischen Vielfalt, der Leidenschaft und herausragenden Qualität des Spiels den jungen Musikerinnen und Musikern mit nicht enden wollendem Applaus und Standing Ovations.
Christine Lutz
