Schulleben

Das Gabrieli-Internat rückt zusammen – im wörtlichen wie übertragenen Sinn!

18. Januar 2026

Ein Schaden an der Heizungsanlage im Internatsbereich, dieses Schicksal ereilte das Gabrieli-Gymnasium Anfang Dezember 2025: Nachdem man sich die beiden Wochen vor den Weihnachtsferien mit Radiatoren, Heizlüftern sowie Zimmerverlegungen notdürftig beholfen hatte - zum Glück blieben die Temperaturen für die Jahreszeit vergleichsweise mild -, war nach den Winterferien ein Umzug in das Ausweichquartier „Jugendherberge Eichstätt“ unausweichlich, da das Internatsgebäude über die Ferien unbeheizt blieb und deutlich tiefere Temperaturen mit nachts teilweise zweistelligen Minusgraden zu einer starken Auskühlung führten.

Es war eine große Herausforderung, vor der die gesamte Internatsfamilie zu Beginn des neuen Jahres 2026 stand!

Doch trotz der ein oder anderen Bedenken bei der Planung des Umzugs – mussten die Internatsbewohnerinnen und -bewohner doch ihre vertraute Umgebung verlassen, ihre Einzelzimmer aufgeben und die für sie ungewohnte Laufstrecke zwischen den Schulen und der Jugendherberge akzeptieren – zeigte die Internatsgemeinschaft eine beachtliche Stärke. „Wir müssen den Wechsel in die Jugendherberge positiv nehmen, genau an solchen Situationen lernen wir, gemeinsam stark zu bleiben“, formuliert Miranda ihre Empfindungen und Luzia resümiert: „Diese außergewöhnliche Situation lässt uns als Gemeinschaft noch mehr zusammenwachsen!“

Dass man sich in der Jugendherberge zu zweit oder zu dritt ein Zimmer teilen müsse, findet Amelie sogar gut: „Es ist cool, dass ich im Mehrbettzimmer später ins Bett gehen kann.“ Luzia ergänzt: „Dass wir alle auf einem Gang zusammenleben – Groß wie Klein – ist schön!“ So hätten sich bereits die gemeinsamen Zahnputzpartys um 22 Uhr als Kult etabliert. „Schon das normale Internat fühlt sich ein bisschen wie Klassenfahrt an, in der Jugendherberge ist dieses Gefühl noch stärker!“, fasst Pius zusammen.

Auch die Jugendherberge wird wohnlich eingerichtet - wie das Internat.

Dass die Schülerinnen und Schüler die Herausforderung so verständnisvoll und positiv meistern, freut auch die Internatsleitung sehr: „Wir sind richtig stolz auf unsere „Internatsfamilie“, natürlich in erster Linie die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, aber auch die Internatskolleginnen und -kollegen!“ Diese sind natürlich auch von den Umstellungen betroffen, muss man doch die Distanz zwischen dem Gabrieli-Gymnasium und der Jugendherberge einbeziehen und sich an die angepassten Dienstabläufe durch die veränderten Gegebenheiten des Interimsquartiers gewöhnen. „Man kann den Fußweg vom GG zur Jugendherberge bewusst zur Entspannung nutzen, und hat dabei immer wieder einen wunderbaren Blick auf unsere schöne Stadt.“

Einen unschätzbaren Beitrag zur Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner leistet unser über das Internat hinaus geschätztes und geliebtes Küchenteam. Trotz der Einschränkungen durch den Heizungsschaden versorgt es die Internatsschülerinnen und -schüler nicht nur in der Früh und mittags, sondern richtet für das Abendessen für jede und jeden individuelle Lunchpakete nach Wunsch zusammen, liefert diese sogar in der Jugendherberge; jeden Tag darf ein neuer „Wunschzettel“ für die Brotzeittüte ausgefüllt werden. „Die ist lecker und mit viel Liebe zusammengestellt. Man freut sich schon beim Ausfüllen des Wunschzettels auf das Abendessen – und auf die kleinen Tauschgeschäfte, z. B. eine Milchschnitte gegen den Lieblingskäse.“

Abendessen in der Jugendherberge

Auch das große Verständnis der Internatseltern ist Teil des besonderen Zusammenhalts der Internatsgemeinschaft. „Ich möchte Ihnen ein großes Lob aussprechen für Ihr Engagement in dieser Angelegenheit und die Lösungssuche. Unsere Tochter berichtet täglich nur Gutes“, Rückmeldungen wie diese lassen uns täglich alles dafür tun, das Beste aus der Situation zu machen.

Mentale Unterstützung erfahren wir zudem von unserer Schulleitung, nicht nur durch den täglichen Austausch und Absprachen, sondern auch durch einen Besuch vor Ort von Frau Siegert, Herrn Neumayr und Herrn Rank. Dass wir Obdach in der Jugendherberge fanden, haben wir unserem Schulleiter zu verdanken, der in direktem Kontakt mit dem Ministerium den Umzug in unser Ausweichquartier ermöglichte und den ersten Kontakt mit der Jugendherberge herstellte. Es ist ein großes Glück, in Eichstätt solche eine schöne Jugendherberge zu haben, in der wir uns wirklich wohl fühlen können und deren Leitung von Anfang an sehr flexibel und offen für unsere Bedürfnisse und Wünsche war.

Dass wir möglichst bald wieder in die Räumlichkeiten des Internats zurückziehen können, haben unsere Hausmeister im Blick, die die Handwerker, die unglaublich entgegenkommend in dieser prekären Situation schnellstmöglich helfen wollen, bei den Reparaturarbeiten im Internat unterstützen - neben ihrer „normalen“ Tätigkeit in der Schule. Daneben zeigen die Kolleginnen und Kollegen des GG sowie die Schulleitungen und Kollegien der anderen Schulen großes Verständnis für unsere besondere Situation – herzlichen Dank!

Alle ziehen an einem Strang – eine schöne Erfahrung!